Spiel des Monats Jänner 2018: Cry Havoc

1. Januar 2018 0 Von JuPet
Spiel des Monats Jänner 2018: Cry Havoc

Cry Havoc

Ein asymetrisches kartenbasiertes Strategiespiel der Extraklasse!
Cry Havoc bedeutet für uns „Aufruf zur Vernichtung“ und dieser Name ist in diesem Spiel durchaus Programm, denn auf einem zuvor unentdeckten Planeten tief in einem unerforschten Quadranten des Universums geschieht genau das.

Um was geht es eigentlich in Cry Havoc?

Drei durchwegs verschiedene Rassen finden sich auf einem Planeten wieder.
Dieser ist zwar reich an wertvollen Kristallen und Rohstoffen, wird aber auch von einer kriegerischen Rasse, den Trogs, bewohnt und vehement verteidigt.
Letztere stehen nun den kampfwütigen Maschinen, den technologisch fortgeschrittenen Pilgern und natürlich auch den Menschen gegenüber.
Ziel ist es Territorien einzunehmen, Gebäude zu bauen und sich Kristalle zu sichern, die am Ende die Dominanz über den Planeten bedeuten.
Eine Besonderheit bei dem Spiel ist, dass der Kampf keinen Zufall zulässt, also vollkommen ohne Würfel auskommt.
Speziell hebt sich Cry Havoc dadurch hervor, dass im Gegensatz zu vielen anderen Spielen jeder Rasse ganz individuelle Gebäude, Fähigkeiten und Aktionskarten zur Verfügung stehen.

Das Spiel:

Jede Runde besteht aus dem Nachziehen der Aktionskarten.
Drei Aktionszyklen werden nacheinander durchlaufen, in welchen alle Spieler reihum ihre Karten einsetzen können um ihre Truppen zu bewegen, selbige zu rekrutieren oder doch ein strategisch wichtiges Gebäude zu erbauen.
In der anschließenden Kampfphase können Territorien übernommen, gegnerische Einheiten gefangen oder aber auch getötet werden.
Danach werden Siegpunkte verteilt und eine neue Runde beginnt.
Um das Ganze noch ein Bisschen interessanter zu machen, bietet das Spiel Events, welche auf die bevorstehende Runde Einfluss nehmen und die Möglichkeit den eigenen Nachziehstapel zu verändern.
Beim Auspacken könnte man auf Grund des Materials vermuten, dass man einem abendfüllenden Strategiemarathon gegenüber steht. Die agilen Mechaniken lassen das Spiel jedoch sehr zügig zu einem befriedigenden Ende kommen.

Persönlicher Eindruck:

Cry Havoc sticht für uns vor allem in vier Punkten heraus:

  • Schön gearbeitete Miniaturen und ein überzeugender Artstyle
  • Die Aktionsintervalle sind kurz und kein Spieler muss lange warten bis er am Zug ist
  • Keine Rasse gleicht mit Fähigkeiten und Gebäuden der anderen
  • Die Spieleranzahl beeinflusst das Spiel grundlegend

Auf den letzten Punkt möchten wir hier noch einmal kurz eingehen: Beim Spiel zu zweit nutzt man die Rückseite des Spielplans welche für zwei Spieler angepasst ist. Die Trogs nehmen dann nur als Nichtspielerrasse teil. Sind nun aber drei oder vier Spieler beteiligt nutzt man die Vorderseite. Durch ein paar Regelanpassungen werden beim Spiel zu viert die Troggs nun zu einer vollwertigen spielbaren Macht am Spielplan.

Abschließend sei gesagt, dass die polnischen Autoren Grant Rodiek, Michal Oracz und Michal Walczak von Portal Games sich bemüht haben ein Spiel zu erschaffen, dessen bunt gemischte Mechaniken sehr gut funktionieren und auch bei geringeren Spielerzahlen nicht an Qualität verlieren.